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► Wenn das Pferdeauge tränt – Konjunktivitis

Erwischen kann es jedes Pferd: Aus den schönen großen dunklen Augen wird scheinbar über Nacht ein ständig juckendes und tränendes Auge. Der Fachausdruck für diese Augenkrankheit ist Konjunktivitis. Sie kann sehr mild verlaufen und sich innerhalb weniger Tage wieder verziehen. Oft aber ist sie für die Pferde eine langwierige, unangenehme und manchmal auch schmerzhafte Angelegenheit, vor allem dann, wenn man sie auf die leichte Schulter nimmt.

Man kann die Bindehautentzündung leicht erkennen, denn das Auge ist gerötet, die Schleimhäute sind angeschwollen und an den Lidrändern können sich Bläschen bilden. Morgens kann das Auge durch die austretende Flüssigkeit komplett verklebt sein.

Die leichtere Form der Bindehautentzündung kann durch zu trockene Luft oder durch Heustaub entstehen. Auch wenn kleinere Teilchen von Heu oder Stroh ins Auge gelangen und dort eine mechanische Reizung, über längere Zeit auslösen, kann sich die Konjunktivitis entwickeln. Diese Form der Augenbindehautentzündung heilt meistens von allein nach einigen Tagen wieder aus.

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Weitere Möglichkeiten, weshalb ein Pferd unter der Entzündung leiden kann, sind allergische Reaktionen auf bestimmte Pflanzen auf der Weide oder im Stall. Lässt sie die Ursache nicht beseitigen, kann man durch Gabe von Antihistaminika die Symptome lindern. Augentropfen bringen in Regel innerhalb von Minuten Erleichterung und der Juckreiz verschwindet.

Anders ist es bei Entzündungen, die durch Bakterien hervorgerufen wurden. Diese Form der schweren Konjunktivitis lässt sich sehr gut von der einfachen unterscheiden. Die bakterielle Entzündung greift schnell auf beide Augen über und verursacht heftige Schmerzen. Die Augen schwellen an und der Ausfluss enthält gelblichen Eiter. Hier sollte man nicht mit einfachen Hausmitteln wie Teewaschungen experimentieren. Schnelle Hilfe durch den Tierarzt tut not. Wie bei allen Entzündungen, die durch Bakterien verursacht werden, ist ein Antibiotikum nötig, das innerhalb von 24 Stunden für eine deutliche Besserung sorgt, und dem Pferd die Schmerzen nimmt. Dadurch wird auch verhindert, dass die Bakterien sich weiter ausbreiten und schlimme Folgeerkrankungen, bis hin zur Erblindung, auslösen.

Bei einer eitrigen Bindehautentzündung ist auf jeden Fall immer ein Tierarzt zu Rate zu ziehen. Nur er kann verlässlich feststellen, ob die Bindehautentzündung durch Bakterien hervorgerufen wurde, oder gar ein Symptom ist für eine andere Krankheit, die noch gar nicht bemerkt wurde. So lösen einige Virenerkrankungen ebenfalls Bindehautentzündungen aus. Es macht wenig Sinn, diese scheinbar harmlose Erkrankung auf eigene Faust behandeln zu wollen, wenn man nicht sicher weiß, wodurch sie ausgelöst wurde. Ist zum Beispiel ein Pilz die Ursache, dann hilft Antibiotika natürlich nicht. In dem Fall wird der Tierarzt auf ein Antimykotikum zurückgreifen. Langes Herumprobieren mit Hausmitteln verschafft den betroffenen Pferden nur unnötiges Leiden.

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