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► Umgang mit dem Pferd

Das erste eigene Pferd! Man freut sich auf die gemeinsamen Aktionen wie Putzen, Führen, Longieren und Reiten. Und dann kommt manchmal alles ganz anders. Das Pferd, das beim Kauf noch ganz brav und umgänglich war, entpuppt sich nach wenigen Tagen oder Wochen als kleiner Rabauke, der einfach nur noch das macht, was ihm gefällt. Es weigert sich, sich von der Weide führen zu lassen, tritt beim Putzen ständig hin und her, reißt den Kopf beim Trensen in unerreichbare Höhen oder schnappt sogar beim Satteln nach seinem Besitzer. Das Reinigen der Hufe wird zur Tortour, weil es die Beine steif in den Boden rammt oder unvermittelt ausschlägt. Da ist der Frust groß, man fühlt sich betrogen und das Pferd wird zu einer Gefahr für Menschen.

Doch oft ist weder das Pferd noch der Verkäufer Schuld an dieser Verhaltensänderung, sondern der neue Besitzer selbst. Genau genommen sein viel zu gutmütiges Verhalten, dass man seinem Neuling am Anfang entgegenbringt. Häufig wird der Fehler gemacht, einem neuen Pferd zunächst einige kleinere Zickereien durchgehen zu lassen, weil es sich zunächst eingewöhnen soll und man es nicht überfordern will. Doch gerade Pferde, die den Stall und den Besitzer wechseln, sind überwachsam und registrieren sehr genau, was sie in der neuen Umgebung erlaubt bekommen, das vorher vielleicht verboten war. Lässt man Unarten durchgehen, um das Pferd noch zu schonen, werten die Pferde dies nicht als Nachsicht, sondern als Schwäche. Das wiederum verunsichert das Pferd und sorgt für Misstrauen und Respektlosigkeit, dem neuen Besitzer gegenüber. Damit ist der Grundstein für eine schwierige Beziehung gelegt.

dasersteeigene Umgang mit dem Pferd

Um so etwas zu vermeiden, muss man Führungsstärke zeigen. Das meint aber nicht, dass man mit besonderer Härte und Strenge das Pferd in seine Schranken weist. Führungsstärke hat vor allem etwas mit Kompetenz und Konsequenz zu tun. So sollte man sich schon im Vorfeld darüber im Klaren sein, welches Verhalten man von seinem Pferd erwartet, und dieses dann ohne Kompromisse fordern. Immer und immer wieder. Ohne Ungeduld, ohne das Pferd anzuschreien oder gar zu schlagen. Das erfordert vom Reiter manchmal viel Disziplin. Aber genau diese Disziplin und Geduld erwarten wir ja auch von unseren Pferden. Also ist ein Pferdebesitzer immer auch ein Vorbild für sein Pferd, das Vertrauen, Zuverlässigkeit und Sicherheit vermittelt. Diese Eigenschaften suchen Pferde auch bei ihren menschlichen Leittieren. Das sensible Wesen, der so starken Tiere, braucht eine konsequente Zuwendung und ein verlässliches Agieren und Reagieren seines Reiters. Alles andere führt zu unerwünschtem Verhalten und verdirbt beiden die Freude aneinander.

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