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► Hufkrankheiten: Strahlfäule

Eine der häufigsten Hufkrankheiten ist die Strahlfäule. Allerdings ist sie auch eine der Krankheiten, denen man vorbeugen kann. In den meisten Fällen entsteht die Strahlfäule, wenn keine regelmäßige Hufpflege stattfindet. Doch auch kleine, unentdeckte Verletzungen, können zur Strahlfäule führen, wenn zudem das Ausmisten nicht täglich geschieht. Bleibt Feuchtigkeit in der Einstreu, dann entwickeln sich Bakterien, für die das Eindringen in kleinste Verletzungen kein Problem ist. Das beste und bewährteste Mittel zur Vorbeugung gegen die Strahlfäule ist also die tägliche Kontrolle von Einstreu und Hufen.

Ist es doch einmal so weit gekommen, sollte umgehend gehandelt werden. Die eingedrungenen Bakterien bleiben nicht an Ort und Stelle, sondern wandern immer tiefer in den Huf und das Gewebe ein. Erreichen sie die Blutbahn, kann aus einer anfangs harmlosen Infektion eine lebensbedrohliche Krankheit werden, gegen die es oft kein Mittel mehr gibt: Die Sepsis, besser bekannt unter dem Namen Blutvergiftung.

Eine Strahlfäule erkennt man an den Absonderungen, die einen sehr unangenehmen Geruch abgeben. Diese ersten Anzeichen sind ernst zu nehmen und sofort zu behandeln. Wer glaubt, dass der Körper des Pferdes allein damit fertig wird, riskiert, dass sich zusätzliche Hufkrankheiten entwickeln. Da es sich um eine bakterielle Infektion handelt, ist die Behandlung mit antibakteriellen Mitteln sinnvoll. Ist die Strahlfäule noch nicht tief in den Huf eingedrungen, kann man versuchen mit pflanzlichen Mitteln, die antibakterielle und antivirale Inhaltsstoffe haben, zu behandeln. Desinfektionsmittel, die ebenfalls Bakterien abtöten, sind frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich.
Der Huf muss vor der Behandlung gründlich gereinigt werden. Dann tränkt man am Besten ein kleines Tuch oder Mullverband mit dem Wirkstoff und deponiert es beidseits des Strahls. Man kann es dort leicht hineindrücken. Während der Behandlung ist noch intensiver auf saubere Einstreu zu achten, da die Wärme und Feuchtigkeit ideale Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien bieten.

Wer sich nicht sicher ist, sollte auf jeden Fall den Tierarzt einen Blick darauf werfen lassen. Sind die Bakterien bereits tiefer ins Gewebe eingewandert, wird man nicht drum herum kommen, auch Antibiotika einzusetzen.

Eine Behandlung gegen die Strahlfäule, die viele ältere Pferdehalter noch kennen werden, sollte heute keinesfalls mehr angewendet werden: Das Teeren des Strahls. Es macht ohnehin nur Sinn, wenn der Strahl vorher beschnitten wurde, und mit ihm alle Areale, in denen sich die Bakterien befinden. Diese Behandlung ist eine große Belastung für das Pferd, fügt ihm unnötige Schmerzen zu und führt oft nicht zum gewünschten Erfolg, sondern zieht neue Komplikationen nach sich.

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