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► Ernährung alternder Pferde

Beim Stichwort „altes Pferd“ stellt sich zunächst einmal die Frage, ab wann ein Pferd eigentlich alt ist. Einen Stichtag gibt es dafür natürlich nicht. Doch auch wenn man weiß, dass kleine Pferderassen oft erheblich älter werden, als Größere, hat es sich eingebürgert, von einem alten Pferd zu sprechen, wenn es älter als 20 Jahre ist.

Gleichwohl richtet sich der Tierarzt nach anderen Kriterien als nach Jahren. Er kann anhand des Blutbildes und der Gesamterscheinung eines Pferdes, sein biologisches Alter bestimmen. Und das ist zum einen genetisch bestimmt, zum anderen wird es beeinflusst durch die Haltungs- und Fütterungsbedingungen, denen das Pferd unterliegt.

Man kann natürlich kein altes Pferd wieder jung füttern. Dennoch ist eine durchgängig hochwertige Ernährung, während der gesamten Lebenszeit, ein wichtiger Baustein, um auch im Alter ein gesundes und leistungsfähiges Pferd zu haben. Oft hört man, dass alte Pferde eine spezielle Ernährung benötigen. Das ist so pauschal aber nicht richtig. Entscheidend für die Futtergabe ist immer der Bedarfszustand des Pferdes. Ein gut und regelmäßig trainiertes Pferd wird auch im Alter noch seine Leistung bringen und muss dem entsprechend mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt werden. Es kann natürlich sein, dass die Verdauung nicht mehr so einwandfrei funktioniert wie bei einem jungen Pferd. Auch diese Organe altern und arbeiten damit langsamer. Abgenutzte oder fehlende Zähne können dazu führen, dass das Futter nicht mehr genügend zerkleinert wird und deshalb dem Körper weniger Nährstoffe zugeführt werden können. Der Tierarzt kann mit einfachen Untersuchungen genau feststellen, ob Verdauungsstörungen vorliegen und um welche es sich handelt. Meistens sind diese mit einer veränderten Nahrungszusammensetzung zu beheben. So kann es sein, dass im Alter das Eiweiß schlechter verdaut wird und damit nicht genügend körpereigenes Eiweiß aufgebaut werden kann. Hier ist eine verstärkte Zufuhr von leicht verdaulichen Eiweißen wie sie Soja- oder Leinschrot enthalten angesagt. Ältere Pferde leiden hin und wieder an Vitamin-E-Mangel oder auch an Selen- oder Kupfermangel. Diese Grundstoffe können dem Futter nach Absprache mit dem Tierarzt beigemischt werden.

Auch für das ältere Pferd bleibt das Heu das Hauptfutter. Wichtig sind einzig die Qualität und die leichte Verdaulichkeit, wie sie zum Beispiel beim Kälberheu gegeben ist.

Nicht zuletzt entscheidet auch die Art der kontinuierlichen aber schonenden Nutzung des Pferdes in seinen jungen und leistungsstarken Jahren darüber, wie fit es noch im Alter ist. So gibt es viele Beispiele dafür, dass auch Pferde die über zwanzig Jahre alt sind, als Lohn für gute Ernährung und Pflege ihren Reiter willig tragen. Wenngleich sie natürlich keine Spitzenleistungen mehr erbringen.

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